Nach dem «in globo»-Rücktritt des FIPAL-Vorstands («fischernews.ch berichtete) hat nun ein Interims-Vorstand die Geschäfte übernommen. Das Wichtigste: Diese Gruppe muss nun binnen eines Jahrs einen neuen Vorstand aus dem Hut zaubern. Schafft sie das nicht, wird die FIPAL an der GV 2020 aufgelöst.

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Die Eiszeit scheint noch nicht vorbei bei der FIPAL… innert eines Jahres muss der neue Minimal-Vorstand nun einen Ersatz finden – sonst droht die Auflösung. Foto: ©Dompy

Laut Informationen aus diversen Quellen wird die FIPAL (Fischerei-Pachtvereinigung des Bezirks Laufen) von einem interimistischen Vorstand in Minimalbesetzung und per Beschluss für ein Jahr begrenzt, geleitet. Zwei Ehrenpräsidenten (deren Namen bekannt sind) gehören diesem Vorstand an. Weitere Mitglieder für ein Jahr sind der bisherige Kassier sowie die bisherige Sekretärin.

FIPAL-Auflösung droht

Sollte es der am 22. März gewählte Interims-Vorstand unter der Leitung der beiden Ehrenpräsidenten es nicht schaffen, binnen einem Jahr einen neuen Vorstand präsentieren zu können, wird – ebenfalls per GV-Beschluss – die FIPAL ein- für allemal aufgelöst.

Alt gegen Jung – nichts Neues!
Der Kampf «Alt» gegen «Jung» ist nichts Neues, in der Fischerszene schon grad gar nicht. Und meist ist es das leidige Thema des Fischbesatzes. Es scheint schwer, den «alten Fischern» klar machen zu können, dass ihr über Jahrzehnte (und auch mit Erfolg) betriebenes Konzept des Fischbesatzes nun nicht mehr richtig funktioniert.

«Viel nützt viel!» ist ein Spruch, der immer noch tief verwurzelt zu sein scheint. Dem ist jedoch – wissenschaftlich bewiesen – nicht zwangsläufig so! Wie sollen Sömmerlinge oder Jährlinge in einem Gewässer überleben können, das nicht ihrem natürlichen Habitat entspricht? Wo aufgrund der extrem hohen Pestizidbelastung keine (oder zu wenig) Nahrung zu finden ist? Wo das Wasser Temperaturen erreicht, die für die Fischchen tödlich ist? All dies war früher anders.

Ich bin überzeugt, dass Besatz durchaus Sinn machen kann. Aber nur, wenn er sehr punktuell erfolgt, mit autochthonen Stämmen, und auch nur als Stützmassnahme. Die Aufgabe des Menschen muss in erster Linie nicht der Besatz sein, sondern, dass die Parameter für die Fische stimmen: Das Wasser, die Umgebung. Den Rest erledigt die Natur erfolgreicher und um Längen besser, als wir Menschen es je könnten.

Mit einem kräftigen Fischergruess, Dompy

 

1 Kommentar

  1. Alt gegen Jung ist schon etwas pauschal formuliert. Nach meiner Erfahrung bietet unsere gemeinsame Leidenschaft die Möglichkeit einen gemeinsamen Dialog zugunsten der Fische, unserer Gewässer und deren Zukunft zu führen. Leider funktioniert dieser Meinungsaustausch nicht immer sachlich, da unterschiedliche Ansichten wie der absolute Fangerfolg oder die Nachhaltigkeit sich beissen können. Dasselbe gilt für das Thema Besatz. In gewissen Gewässern ist ein Besatz (Brut, Sömmerlinge) mit Sicherheit sinnvoll und bestandesfördernd, in anderen eine absolute Alibiübung und nutzlos. Für mich als Oldie gibt es keine Unterscheidung zwischen jungen und alten Fischern, sondern nur zwischen nachhaltig denkenden und handelnden oder auf den maximalen Fangerfolg getrimmten Kollegen.

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