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Die freiwilligen Helfer des Fischereivereins Weinfelden beim Einbringen der Raubäume in die Thur. Foto: ©Fischereiverein Weinfelden

Im Rahmen von Unterhaltsarbeiten des Amts für Umwelt an der Thur brachte der Fischerverein Weinfelden auch dieses Jahr wieder Raubäume in die Thur ein. Dieses Mal optimiert durch die Erfahrungen vom letzten Projekt und mit etwas mehr maschineller Unterstützung. Dazu wurde am wenig bewachsenen Ufer neu eine Bepflanzung vorgenommen.  Die Pro Natura TG hat dieses Projekt finanziell unterstützt und die Bepflanzung übernommen. Die Stutz AG und Samuel Gründler vom Schweizerischen Fischerei-Verband SFV stellten das benötigte Werkzeug zur Verfügung.

Ausgangslage
Im betroffenen Abschnitt verläuft die Thur in einem sehr eintönigen Längs- und Querprofil. Dies bedeutet natürlich (zu) wenig Schutz für viele Tiere. Zudem ist der Fluss kanalisiert. Viel gleich tiefes Wasser und wenig Strömungsvielfalt. Es ist darüber hinaus kaum beschattet und erwärmt sich im Sommer bei wenig Abfluss schnell. Dies bedeutet: Wasserlebewesen finden kaum Schutz und sind Fressfeinden ausgeliefert.

Ziele
– Mehr und qualitativ bessere Verstecke für Tiere
– Erhöhung der Strömungsvielfalt unds -Differenz
– Mehr Nahrung und Lebensraum für Wasserinsekten
– Mehr Schattenplätze im Wasser

Der Einbau
Der Einbau der Raubäume wurde an zwei Samsgen, dem 12. und 19. September bei idealen Bedingungen vorgenommen. 15 Fischer des Fischereivereins Weinfelden fanden sich an den beiden Samstagmorgen Morgen ein, um die Bäume einzubauen. Die insgesamt 44 Raubäume wurden oberhalb Tannenhof (Bussnang) in die Thur eingebracht und mit Armierungseisen befestigt.

Das sehr kräftezehrende Einbringen der Bäume wurde teilweise durch eine Seilwinde unterstützt. Dazu hatten wir noch weitere mechanische Unterstützung: Einen Druckluft-Kompressor und einer Motor-Pfahlramme. Als «Abschluss» wurden noch Weidenstecklinge ins Ufer gesteckt.

Die Bäume an den Ufern zur Begrünung und Beschattung der Waserfläche werden später von Pro Natura gepflanzt.

Super Support von allen Seiten
Das Projekt war nur möglich dank der sehr guten Zusammenarbeit mit allen involvierten Stellen beim Kanton, der Gemeinde, Landbesitzern, Pächtern sowie weiteren Unterstützern.

Dem Fischereiverein wurde einiges an Werkzeug kostenlos zur Verfügung gestellt von der Firma Stutz AG und von Samuel Gründler vom Schweizerischen Fischerei-Verband SFV. Der Fischereiverein stiess bei allen Stellen, wie den Lieferanten der Bäume, des Eisens und weiterem Werkzeug auf sehr viel Wohlwollen und bedankt sich dafür ganz herzlich.

Danke an die Helfer!
Und natürlich ein ganz herzliches Dankeschön an all die Helfer, die den Einbau durch ihren Einsatz überhaupt erst möglich gemacht haben.

Am Tag des Einbaus konnten wir bereits zusehen, wie sich die kleinen Fische bei den Bäumen versammelten.

Michael Guhl
Kassier Fischerverein Weinfelden

Chapeau, Fischereiverein Weinfelden!

Anhand dieses wunderschönen Beispiels zeigt der Fischereiverein Weinfelden aus der Mitte des Thurgaus eindrücklich, wie initiativ die Fischerinnen und Fischer sind. Ich sage es immer und werde nicht müde, dies zu behaupten: Gäbe es uns Fischer nicht, den Schweizer Gewässern und ihren Bewohnern würde es noch viel, viel elender gehen!

Am Ende des Tages sind wir die einzigen, die sich für die stehenden und fliessenden Gewässer einsetzen. Stunden, Schweiss und Engagement in die Gewässer investieren.

Wie die 15 Helfer des Fischereivereins Weinfelden. Jungs: Ihr seid super! Weiter so! Mit einem kräftigen Fischergruess nach Weinfelden, Euer Dompy

 

PS: Michi Guhl vom Fischereiverein hat mir die Bilder und seinen Text geschickt. Wenn auch Du gerne etwas von Deinem Verein auf Fischernews.ch sehen möchtest: schick‘ mir eine Mail! Meine Adresse: info@fischernews.ch

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